
urban steht für den gesellschaftlich-diskursiven Handlungsspielraum - die politische Öffentlichkeit - wie für den öffentlichen Raum als tatsächlichen, materiellen Stadtraum. Reflects meint das Widerspiegeln, Aufzeigen.

Die Company urbanReflects verbindet verschiedene Schwerpunkte in ihrer Arbeit:
Die Company urbanReflects hat es sich zur Aufgabe gemacht, gesellschaftskritisch zu beobachten und zu hinterfragen und die Rechercheergebnisse als Inspiration für künstlerische Prozesse zu nutzen: Die Gesellschaft wird observiert, die Tänzer bilden ihr persönliches Statement, das tänzerisch-performativ umgesetzt wird.
Im Probenprozess legt die Company urbanReflects großen Wert darauf, dass die Tänzer sich in ihrer Individualität, mit ihren Ideen und ihrem eigenen Bewegungsmaterial einbringen.
Die gesellschaftliche Diskussion gibt die Company urbanReflects in einem zweiten Schritt wieder in den urbanen Raum zurück, indem sie u. a. öffentliche Räume bespielt sowie durch den performativen Eingriff den Diskurs in die gesellschaftliche Öffentlichkeit zurück trägt und damit gleichzeitig Räume transformiert und umdeutet. Besonderes Interesse gilt öffentlichen Räumen, in denen eine große Wahrnehmungsverschiebung möglich ist, Räumen, die eine starke - architektonische wie geschichtliche - Eigenheit aufweisen und künstlerisch noch nicht etabliert sind.

Die Company urbanReflects experimentiert mit dem Verhältnis zwischen Performern und Zuschauern. Ob in traditionellen Bühnensituationen oder in aufgelösten Zuschauersituationen wie den Performances im öffentlichen Raum, der Company ist es ein Anliegen, den Menschen Verantwortung und Handlungsspielraum für ihren Lebensraum zurückzugeben.
Die Company urbanReflects hat es sich als Ziel gesetzt, mehrere Blickwinkel aufzuzeigen: Künstler unterschiedlicher Sparten werden einbezogen und arbeiten zusammen, um gesellschaftliche Phänomene vielschichtig zu bearbeiten und mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln widerzuspiegeln.
Die Company urbanReflects arbeitet an vier verschiedenen Inszenierungsformen:
Aufgrund des forschenden Grundansatzes und des Schwerpunktes auf die interdisziplinäre Arbeit hat die Company primär wechselnde Ensemblemitglieder: Tänzer und andere Künstler werden projektbezogen dazu geholt.
Aktuell arbeitet urbanReflects in Kooperation mit dem TZI der Universität Bremen: ,Parcival XX-XI' erforscht anhand der Frage, in welcher Zukunft wir leben wollen, die Verwebung interaktiver Medien und Tanz. Premiere ist im Februar 2011. Im November 2010 ist Premiere des interdisziplinären schwarzhumoristischen Abends ,Ende gut, alles gut? - Zu Gast bei Gevatter Tod'.